Andacht zum Ostersonntag

Erstellt am 03.04.2021

Christus ist auferstanden. Er ist wahrhaftig auferstanden. Halleluja! ( Markus 16, 1-8)

Am Karsamstag ist die Zeit, in der die Familie zu den Gräbern ihrer Familienmitglieder pilgert; Blumen pflanzt und die Gräber mit weißem Ton bestreut. In dieser Zeit ist es nicht ungewöhnlich, das Weinen am Grab zu hören.

Doch am Ostersonntag früh am Morgen um 4 Uhr verwandelt sich die Atmosphäre der Stille und Traurigkeit in eine Atmosphäre der Freude. Am frühen Morgen pilgerten die Menschen, nicht um ihre verstorbenen Familienmitglieder zu beweinen, sondern um eine Pilgerreise zu unternehmen, um die Freude an der Auferstehung Jesu zu feiern. Die Atmosphäre des Grabes, die furchterregend war, hat sich jetzt zu einem Ort der Freude entwickelt. Die Menschen sind nicht mehr traurig oder trauern. Sie versammeln sich um jedes der Gräber ihrer Familienmitglieder und zünden Kerzen an. Das Grab, das dunkel war und beängstigend, verwandelt sich jetzt in einen Ort des Lichts und des Friedens. Von einem Ort, der einsam gewesen war, verwandelt er sich in einen Ort voller Freude am Singen. In die Freude an der Auferstehung Jesu; Jesus ist von den Toten auferstanden, Halleluja! Am frühen Morgen gingen die Frauen zu seiner Beerdigung, Jesus wurde nicht gefunden, sein Grab war leer. Halleluja! Freue dich und habe keine Angst, Halleluja! (Lied aus dem ev. Batak Gesangbuch, Nr. 96). Ostern hat die Sicht auf das schreckliche Grab in einen friedlichen und freudigen Ort der Auferstehung Jesu verwandelt. Der Tod ist nicht das Ende von allem, weil Jesus den Tod überwunden hat. Der Tod wurde besiegt, unsere Sünden wurden weggenommen. Wir sind gerettet. Das ist die Osterbotschaft. So ist unsere Batak-Tradition in Indonesien am Ostersonntag morgens vor dem großen Osterfest, das in der Kirche gefeiert wird.

Sie findet traditionell am Ostersonntag früh morgens statt und folgt den wichtigsten Ereignissen der Auferstehung Jesu, wie sie in Markus 16,1-8 berichtet wird: Noch früh am Morgen hatten sich die Frauen aufgemacht. Sie gingen, um die Rituale für die Beerdigung ihres geliebten Jesus vorzubereiten. Sie waren traurig und hatten Angst. Doch ein Junger Mann im strahlend weißen Gewand verstand den Grund für ihren Besuch und ihre Gefühle gut. Entsetzt euch nicht! Ihr sucht Jesus von Nazareth, den Gekreuzigten. Er ist auferstanden, er ist nicht hier.”

Liebe Gemeinde,

Aus dieser Ostergeschichte können wir verstehen, dass es bei Ostern nicht nur um die Freude und den Jubel geht, sondern auch um das Erschrecken und die Erschütterung angesichts des Handelns Gottes. Wie die drei Frauen, die sich angesichts des Ostergeschehens entsetzen. Doch das tiefe Erschrecken der Frauen zeigte, dass Gottes Wort der Liebe und Hoffnung wirkmächtig ist, sowohl damals als auch heute in dieser Welt. Die Angst, weil der geliebten Jesus tot ist, und das Erschrecken, dass das Grab leer ist, hat Gott durch den Engelsbotschaft genommen; Entsetzt euch nicht! Er ist auferstanden, er ist nicht hier. An diesem Ostersonntag haben wir vielleicht auch gemischte Gefühle von Angst und Freude. In uns stecken vielleicht Angst, Frucht und Sorge, haben einen großen Stein in unsrem Herz, und zugleich auch Freude an Jesu Auferstehung. Jesus hat es für uns getan. Er hat unsere Sorge und unsere Angst am Kreuz genommen und das neue Leben von seiner Auferstehung bekommen. Der Tot ist nicht das Ende. Er hat unsere Sünden am Kreuz weggenommen und uns gerettet durch das neue Leben. Das ist unsere Osterfreude und unsere Hoffnung!

Leider können wir diesen Ostersonntag noch nicht in der Kirche zusammen feiern und einander grüßen mit: „Halleluja, Christus ist auferstanden! Er ist wahrhaftig auferstanden!“ Auch bei uns in Indonesien findet die traditionelle Osterfeier nicht statt. Aber lassen Sie das Lob der Freude im Herzen mit der Familie weiter nachhallen. Auch der weltweite Kampf inmitten der Corona-Pandemie hindert uns nicht daran, dem auferstandenen Christus in unserem Leben zu begegnen. Denn gerade brauchen wir diese Engelsbotschaft; Entsetzt euch nicht! Er ist auferstanden, er ist nicht hier. Der auferstandene und lebendige Jesus gibt uns Mut und Kraft, den Stein aus unsrem Weg zu Gott zu wälzen, die Angst und alle Sorge zu überwinden. Christus ist auferstanden. Er ist wahrhaftig auferstanden. Halleluja! Sag es allem weiter!

Ich wünsche Ihnen und Euch ein gesegnetes und behütetes Osterfest 2021!



Ihre Diakonisse

Rusmawati Gultom